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Verbandsgemeinde Vorharz

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Sachsen-Anhalt plant regionalen 115-Ruf

Pilotversuch mit Behörden-Kurzwahl startet in mehreren Bundesländern
Von Oliver Schlicht

Die einheitliche Behördenrufnummer 115 ist seit dem 24.03.2009 in mehreren Bundesländern geschaltet. Sachsen-D 115Anhalt gehört nicht dazu. Nach den Plänen des Innenministeriums könnte aber ein kommunales Servicecenter in Magdeburg bereits im nächsten Jahr seine Arbeit aufnehmen. Von dort aus wäre auch die Abwicklung von Bürgeranfragen aus anderen Städten und Landkreisen möglich.

 In der DDR wurde die Kurzwahl 115 als medizinischer Notruf genutzt. Nun bekommt sie eine andere Funktion. Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) gab gestern in Berlin den Startschuss für die 115 als Behörden-Infonummer. Mit Hilfe dieser Kurzwahl sollen Fragen über Zuständigkeiten, Öffnungszeiten oder Formulare direkt und schnell beantwortet werden. Ziel sei es, dass speziell geschultes Personal 80 Prozent aller Anfragen sofort beantworten kann. Wenn eine Frage offen bleibt, soll der Anrufer innerhalb von 24 Stunden zurückgerufen werden.

Der kostenpflichtige Service (sieben Cent pro Minute aus dem Telekom-Festnetz) steht seit gestern etwa zehn Millionen Bürgern in Berlin, Hamburg, Hessen und großen Teilen Nordrhein-Westfalens zur Verfügung.

In Sachsen-Anhalt wird der Dienst voraussichtlich im kommenden Jahr starten, informierte das Innenministerium auf Nachfrage. "Das ist frühestens 2010 in Magdeburg möglich", so Frank Bonse, Referatsleiter "eGovemment" (elektronische Verwaltung). Magdeburg sei bislang die einzige Kommune aus den neuen Bundesländern, die seit 2008 das Projekt "D 115" aktiv unterstützt. Dort habe die Verwaltung gute Erfahrung mit Bürgerbüros gemacht und verfüge zudem über die notwendige technische Infrastruktur. Nach den Vorstellungen des Innenministeriums sollte ein zentrales Servicecenter in Magdeburg auch für andere Städte und Landkreise im Norden Sachsen-Anhalts tätig werden. Bonse sagte: "Unser Ansatz ist ein regionaler. Für uns wäre es eine Option, diesen Dienst über Gebietsgrenzen hinaus zusammenzuführen." Die Devise in Sachsen-Anhalt laute: Einige für alle.

Bislang fallen behördliche Auskünfte in der Regel in den Zuständigkeitsbereich der einzelnen Kommunen. Vorstellbar ist aber, dass zukünftig zentrale Servicecenter in den drei kreisfreien Städten Halle, Dessau-Roßlau und Magdeburg Anrufer aus ganz Sachsen-Anhalt in Behördenfragen beraten. "Auch Anfragen zu Aufgabenbereichen von Landesbehörden oder Bundeseinrichtungen wie die Agentur für Arbeit könnten in diesen zentralen Centern über 115 abgewickelt werden", sagte der Referatsleiter.

Noch vor der Sommerpause, so Bonse, wird das Innenministerium eine entsprechende Konzeption dem Kabinett zur Entscheidung vorlegen. Findet dieses Papier Zustimmung, werde auf dieser Grundlage die weitere Einführung der 115-Behördennummer in Sachsen-Anhalt abgestimmt.

Copyright © Volksstimme.de 2009
Dokument erstellt am 25.03.2009 um 06:05:40 Uhr
Erscheinungsdatum 25.03.2009 | Ausgabe: mdx


 

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